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Friedrich III.

09.11.2005 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Friedrich III.

Nach dem Ableben des farblosen Albrecht II. 1439 beschloss man, es mal wieder mit einem Friedrich, in der laufenden Nummerierung der dritte, zu versuchen. Jener stammte aus dem Geschlecht der Habsburger und hatte mit der 21 Jahre jüngeren Prinzessin Eleonore von Portugal eine gute, weil reiche Partie gemacht. Er war es, der mit dem Papst das so genannte Wiener Konkordat schloss, das die Verbindung von Habsburgern und Papsttum bis 1806 regelte. Er war auch der Letzte, der nach Rom pilgerte, um sich dort die Kaiserkrone abzuholen. Im Mittelalter standen also alle Weichen auf Endstation. Militärisch war Friedrich keine große Leuchte, dafür konnte er ziemlich gut intrigieren. Zum Beispiel ließ er zwei seiner Neffen einlochen, um sich ihre Ländereien unter den Nagel zu reißen. Dabei verbreitete er weniger tatkräftiges Charisma als vielmehr glanzlose Zähigkeit. Man nannte ihn auch „des Römischen Reiches Erzschlafmütze“. Dabei war er eigentlich ein ganz Ausgeschlafener. Es gelang ihm, seinen Sohn Maximilian mit Maria von Burgund zu vermählen, was die reichen Niederlande unter die Habsburger Fuchtel brachte und der Grundstein der Habsburger Heiratspolitik war. Seine Tochter brachte er übrigens in Bayern unter. Friedrich starb 1493 kurz nach der Amputation seines Beines. bg


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