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Nürtingen

Friedrich III.

28.08.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Friedrich III.

Wilhelms Nachfolger Friedrich III. blieb hauptsächlich wegen der Kürze seiner Regierungszeit im Gedächtnis. Das Jahr 1888, in dem Friedrich vom 9. März bis 15. Juni regierte, ging als Drei-Kaiser-Jahr in die Geschichte ein. Der 1831 geborene Friedrich wurde mit der Thronbesteigung seines Vaters Wilhelm I. 1871 zum Kronprinzen. Es widerfuhr ihm dasselbe Schicksal wie heute dem britischen Prinzen Charles er war sehr, sehr lange Thronfolger und hatte nichts zu melden. Er vertrieb sich die lange Wartezeit unter anderem damit, eine Tochter der englischen Königin Viktoria, die ebenfalls Viktoria hieß, zu heiraten und mit ihr acht Kinder in die Welt zu setzen. Nur nach einem Attentat auf seinen Vater durfte er 1878 wenigstens ein paar Wochen Regieren üben, aber die wilhelminische Zähigkeit und Langlebigkeit verdonnerte Friedrich wieder zum Wartestand. Von liberaler Gesinnung, stimmte der Kronprinz längst nicht allem zu, was Papa Wilhelm I. und sein Spezl Otto von Bismarck so zusammen ausheckten. Als er endlich Kaiser wurde, war er bereits unheilbar erkrankt. Er nahm den Titel Friedrich III. an. Damit knüpfte er nicht an die Nummerierung des Heiligen Römischen Reiches an, nach der er sich Friedrich IV. hätte nennen müssen, sondern an die der Preußenkönige, unter denen er tatsächlich der dritte Friedrich war. Nach der Zählung des nagelneuen deutschen Reiches wäre er einfach Kaiser Friedrich gewesen. Ihm folgte sein Sohn Wilhelm II. nach. bg


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