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Freispruch für Syrer

10.02.2015 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Richter: Messerstiche geschahen aus Notwehr

NT-NECKARHAUSEN/STUTTGART (wic). Die Messerstiche, die ein 20-jähriger syrischer Asylbewerber vor einem Wohnheim in Neckarhausen einem anderen Asylant zufügte, geschahen aus Notwehr. So entschied jetzt die Jugendkammer des Stuttgarter Landgerichts nach langer und umfangreicher Beweisaufnahme. Der 20-Jährige wurde gestern vom Vorwurf des versuchten Totschlags freigesprochen.

Fast genau zwei Monate lang verhandelten die Richter der 2. Großen Jugendstrafkammer am Stuttgarter Landgericht gegen den 20-Jährigen, der auf die Anerkennung seines Asylantrags noch immer wartet. Er hatte am späten Abend des 12. Juni letzten Jahres unweit der Unterkunft Streit mit Albanern bekommen, in dessen Verlauf schließlich einem Albaner Messerstiche zugefügt wurden. Das Opfer erlitt dabei erhebliche lebensbedrohende innere Verletzungen.

Doch nach Anhörung aller in Frage kommenden Zeugen, und vor allem auch jener junger Männer, die sich an dem nächtlichen Streit beteiligt hatten, konnten sich die Richter jetzt ein genaues Bild darüber verschaffen, inwieweit die Stiche des Angeklagten gegen das Opfer überhaupt strafrechtlich zu ahnden sind. Die juristische Entscheidung ist jetzt klar: Notwehr.


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