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Franz, der Letzte

30.06.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Franz, der Letzte

Kaiser Franz war nicht nur der II., sondern auch der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, das damit fast 1000 Jahre bestanden hatte. Schuld an allem war Napoleon, aber das konnte Franz bei seinem Regierungsantritt 1792 nicht wissen. Der kleine Korse setzte sich 1804 die Krone auf und wähnte sich in der Tradition von Karl dem Großen. Da konnte es keinen Kaiser neben ihm geben. Also bot er dem Franz an, er werde ihm den Titel eines Erbkaisers von Österreich zugestehen. Angeboten ist ein nettes Wort für das Ultimatum, das Napoleon Franz stellte. Franz nahm den Titel zusätzlich zu seinem anderen Kaisertitel an, aber Napoleon war schon unterwegs nach Wien. In der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz 1805 siegte er über Österreicher und Russen. Napoleon durfte sich als Sieger etwas wünschen und löste Bayern, Baden und Württemberg aus dem Reichsverbund. Damit gehörte Regensburg, die Stadt der Reichstage, nicht mehr zum Heiligen Römischen Reich. Außerdem gründeten einige Fürstentümer den Rheinbund, der unter Napoleons Schutz stand, und traten aus dem Reich aus. Kaiser Franz bekam ein zweites Ultimatum: Abdankung, oder Napoleon marschiert in Wien ein. Da warf Franz 1806 den Krempel hin. Er entließ alle noch im Reich befindlichen Fürstentümer aus dem Verband. Unter dem Namen Franz I. regierte er fortan und noch bis zu seinem Tode 1835 das Kaisertum Österreich. bg


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