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Fahrt ins Montafon

14.07.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NT-OBERENSINGEN (pm). Seit mehr als drei Jahrzehnten treffen sich die Jahrgänger 1933/1934 aus Oberensingen und Zizishausen zu einem Jahresausflug. In diesem Jahr ging es für zwei Tage ins Montafon. Erste Station war der Pfänder in Bregenz. Man fuhr weiter ins Silbertal, mit einer Seilbahn ging es rasch auf 1440 Meter zur Knappenkapelle am Kristberg hinauf. Dort erwartete Adolf Zudrell, der Flötenspieler vom Kristberghof die Gruppe, um einiges über die Geschichte des Tals zu erzählen. Urkundlich nachgewiesen ab 814 nach Christus bis ins 17. Jahrhundert wurde im Silbertal Bergbau betrieben. Im Besonderen wurde Silber abgebaut, wodurch dieses Tal seinen Namen bekam.

Adolf Zudrell berichtete über das Leben der Bergleute und die Geschichte dieser kleinen Kapelle. Die St.-Agatha-Knappenkapelle ist eine der ältesten Kirchen im Montafon, 1507 erbaut, ihr Entstehen hat sie dem Bergbau zu verdanken. Der Überlieferung nach geht sie auf ein Gelübde zurück, das 19 Bergleute in einem eingestürzten Bergstollen abgegeben haben, nämlich eine Kapelle zu erstellen, wenn sie aus ihrer verzweifelten Lage gerettet würden. Sie fanden dann einen engen Erdspalt und gelangten durch diesen aus 38 Meter Tiefe wieder ans Tageslicht. In dieser ist diese Öffnung zum Unglücksstollen heute noch deutlich zu sehen.


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