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Nürtingen

Ex-Residenz

03.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(heb) Eifersüchtig achten die von der Gemeindereform in den 70er-Jahren betroffenen Teilgemeinden auf die Einhaltung der damals geschlossenen Eingemeindungsverträge. Dabei kann man besonders hinsichtlich der Zweckmäßigkeit einzelner Bestandteile wie der unechten Teilortswahl durchaus geteilter Meinung sein, nicht jedoch im Falle der Ortschaftsräte und der Gepflogenheit, dass der Gesamtgemeinderat deren Empfehlungen zum Beschluss übernimmt. Dennoch dürfte sich der Zusammenschluss für die meisten der ehemals selbstständig wirtschaftenden Klein- und Kleinstgemeinden gelohnt haben, sodass alles Gejammer um die verlorene Selbstständigkeit eher andere Zwecke verfolgt, als die einer Restauration früherer Verhältnisse.

Wenn jemand tatsächliche Verluste zu betrauern hat, dann sind es die heute zu Karlsruhe gehörenden Durlacher. Die einstige markgräflich-badische Residenz wurde zuerst von der am Reißbrett geplanten Neugründung Karlsruhe überflügelt und musste vor etwas mehr als sechzig Jahren sogar die Schmach erdulden, in die wesentlich jüngere Nachbarstadt eingemeindet zu werden. Dabei wurde bereits 1196 eine Stadt Durlach in einem staufischen Dokument erwähnt, weil dort ein eifersüchtiger Ehemann den auf Schürzenjagd befindlichen Bruder des damaligen Kaisers Heinrich VI., Konrad von Schwaben, so verletzt hatte, dass der Schwabenherzog wenige Tage später daran starb.


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