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Es machte bum

21.08.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(heb) „Also, wenn’s eh alle machen“: Und weil’s damals wirklich fast alle machten, wollte auch „kleines dickes Müller“ nicht zurückstehen. So hatte sein Trainer Zlatko „Tschik“ Cajkovski ihn einmal im Beisein von Medienvertretern genannt und der Spitzname blieb kleben. Kurz, auch Gerd Müller ging ins Studio, um eine Platte aufzunehmen. Einen Produzenten wird er nicht lange gesucht haben, die werden ihm eher, wo er ging und stand, den unterschriftsreifen Vertrag unter die Nase gehalten haben, denn einem erfolgreichen Fußballer in den späten 60er-Jahren ein Mikrofon unter die Nase zu halten und zu sagen „So, jetzt tun wir aber mal fein singen, gell?“ war ein todsicheres Geschäft. Gesangsunterricht oder wenigstens eine Drei in Musik? „I wo, wozu das denn? Unser Tontechniker kriegt das hin, wirst sehen.“ Und tatsächlich: Was der Bomber der Nation da so von sich gab, war zwar sprachlich und inhaltlich („Da macht es bum“) nur knapp über Privatfernsehniveau und der Gesang ein fürchterliches Genöle, dafür waren aber auf dem Ergebnis die Töne immer nicht weit vom Soll entfernt. Wie beim Kollegen Beckenbauer beließ es auch Gerd Müller bei diesem einen Versuch. Auf dem Platz war er erfolgreicher und weist mit 68 Toren in 62 Länderspielen die beste Quote (1,096 Tore pro Spiel) auf, die je ein deutscher Nationalstürmer zustande gebracht hat.


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