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Nürtingen

Es geht um mehr als nur den Bluttest

27.04.2019 00:00, Von Anneliese Lieb — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bärbel Kehl-Maurer, im Bundesvorstand der Lebenshilfe, kämpft für Menschen mit Behinderung

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, doch allein die Diskussion beobachtet Bärbel Kehl-Maurer mit großer Sorge. Im Bundestag wurde jetzt die Frage diskutiert, ob und inwieweit die Kosten neuer Diagnosemöglichkeiten zur Früherkennung des DownSyndroms durch die Krankenkassen übernommen werden sollen. Gibt es dann nur noch „Designerbabys“?

Sorgen vorgeburtliche Bluttests für Selektion im Mutterleib und steigt damit künftig die Zahl der Abtreibungen? Foto: Adobe Stock
Sorgen vorgeburtliche Bluttests für Selektion im Mutterleib und steigt damit künftig die Zahl der Abtreibungen? Foto: Adobe Stock

NÜRTINGEN. In der partei- und fraktionsübergreifend geführten Parlamentsdebatte Mitte April im Bundestag ging es vor allem um ethische Fragestellungen, da bei einer Feststellung der Trisomie 21 die meisten Schwangerschaften abgebrochen werden. Anlass ist ein seit 2012 zugelassener Bluttest, der verlässliche Hinweise auf eine Trisomie 21 beim Kind gibt, die zum sogenannten Down-Syndrom führt. Der Gemeinsame Bundesausschuss, das wichtigste Gremium in der Selbstverwaltung des Gesundheitssystems, hat 2016 ein Methodenbewertungsverfahren zu dem Test eröffnet und prüft, ob der Bluttest künftig als Regelleistung von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden kann. Bei sogenannten Risikoschwangerschaften, also etwa, wenn die Frau schon älter ist, können sich Eltern für eine Fruchtwasseruntersuchung entscheiden, die von der GKV bezahlt wird. Diese invasive Methode birgt allerdings die Gefahr einer Fehlgeburt. Der nichtinvasive Pränataltest (NIPT), also der Bluttest, ist hingegen für Frau und Kind ungefährlich und in der Prognose sehr verlässlich. Das hört sich zunächst positiv an.


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