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Erdbewegungen auf dem Waldfriedhof Nürtingen

26.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Regelmäßigen Besuchern des Nürtinger Waldfriedhofes sind in den zurückliegenden Tagen Erdbewegungen aufgefallen. Das Grabfeld wurde doch vor nicht allzu langer Zeit neu angelegt? Die Antwort liefert Bastian Kuthe vom Grünflächenamt der Stadt Nürtingen. „Im Feld 21 handelt es sich um eine Wiederbelegung eines Grabfeldes mit früheren Erdgräbern. Bei jeder Grabstelle wurde seinerzeit 1,80 Meter tief ausgehoben und nach der Beisetzung verfüllt.“ Diese Bereiche seien daher (auch dreißig Jahre später) nicht stabil genug, um die neuen Grabsteine dauerhaft standsicher aufstellen zu können. Deswegen müssten Tiefenfundamente hergestellt werden, die bis zum standfesten Boden (bis circa zwei Meter Tiefe) reichen. Dieses Problem, so Kuthe, habe man praktisch bei jeder Neubelegung eines früheren Grabfeldes mit Erdgräbern. Vielfach werde deswegen in solchen Fällen auf Urnengräber ausgewichen. „Man wollte aber auch im alten Teil des Waldfriedhofs wieder Erdgräber anbieten können, weswegen man diese Art der Ausführung gewählt hat.“ Nach dem Bau der Baggergassen und der notwendigen Drainagen habe man erst einmal Zeit verstreichen lassen, damit sich der Boden wieder etwas setzen könne, bevor die Tiefenfundamente vom Steinmetz hergestellt werden. ali/Foto: Einsele

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