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Nürtingen

Endlich oder unendlich?

28.03.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Endlich oder unendlich?

Mein Fräulein, sein Sie munter! / Das ist ein altes Stück. / Hier vorne geht sie unter / und kehrt von hinten zurück. Gelassen nahm Heinrich Heine den scheinbar unabänderlichen Lauf der Gestirne, in diesem Fall der Sonne, hin. Als Dichter bot ihm auch die Nacht jene romantischen, manchmal unheimlichen Momente, in denen seine Phantasie beflügelt, die Verse danach geschmiedet wurden. Aber warum wird es eigentlich Nacht, beziehungsweise dunkel, nur weil ein Stern dem andern für eine Weile die kalte Schulter zu zeigen scheint? Für einen deutschen Hobby-Astronomen, der vor genau 200 Jahren den Kleinplaneten Vesta entdeckte, war das ein echtes Problem. Warum, fragte sich Heinrich Wilhelm Olbers, ist es eigentlich nicht an jedem Ort des Universums zu jeder Zeit gleich hell? Wenn das Weltall sich räumlich unendlich weit ausdehnt und sich überall Sterne befinden, so müsste dementsprechend auch deren Zahl unendlich sein und infolgedessen eine unendliche Menge Licht ausstrahlen. Also, folgerte unser Physiker weiter, darf es eigentlich den Helligkeitsunterschied zwischen Tag und Nacht nicht geben. Olbers war zwar nicht der Erste, der sich solche Gedanken machte. Letztlich dürfte auch Nürti vor 5000 Jahren ähnliche Gedanken gehegt haben, als ihn wieder einmal ein unerklärlicher Weltschmerz in einer Neumondnacht an das Saubachufer getrieben hatte. Er rätselte und rätselte und rätselte Heinrich Wilhelm Olbers jedoch griff wacker zu Feder und Tintenfass und formulierte das fortan nach ihm benannte Paradoxon. Seither sind die Zweifel an der Endlichkeit des Alls erheblich gestiegen. heb


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