Nürtingen

Einmischen lohnt sich

21.07.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Unter dem Motto „Sag was! Tacheles für Toleranz“ hatte die Caritas Fils-Neckar-Alb zu einem Kneipenabend in Nürtingen im „uncle-o“ eingeladen. Das Schauspieler-Duo Karin Kettling und Jürgen Albrecht zeigte mit seinem Bühnenprogramm „Zuvielcourage“ eindrücklich, dass es sich lohnt, sich einzumischen, wenn man Stimmungen begegnet, die nicht den eigenen Vorstellungen von Menschenwürde entsprechen. Knapp 50 Besucher waren gekommen. Gespielte Szenen machten das Publikum zu Zeugen von Streitgesprächen. Interaktiv wurden Strategien erarbeitet und diskutiert, die das Einmischen und Farbe bekennen erleichtern.

Zunächst sei es wichtig zu erkennen, was einen davon abhält, sich einzumischen. Ein Teilnehmer fasste dies folgendermaßen zusammen: „Besonders hilfreich war für mich zu erfahren, dass ich die andere Person nicht umstimmen muss, sondern schon viel getan ist, wenn ich meine eigene Meinung vertrete.“

Eine Strategie ist, dass man Verbündete suchen soll, um zu zeigen, dass man nicht allein mit seiner Meinung ist. Aber auch Humor und Irritation könnten in bestimmten Situationen helfen. Zuhören und ernst nehmen von Gefühlen und Bedürfnissen könne dagegen helfen, hinter die oberflächlichen Parolen des Gegenübers vorzudringen. So könnten Brücken gebaut werden.

Das Projekt wurde initiiert von der Caritas Fils-Neckar-Alb und wird gefördert im Rahmen des Förderprogramms „Aktionen für eine Offene Gesellschaft“ der Robert Bosch Stiftung.

Nürtingen

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