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Nürtingen

Eine Stimme des Erinnerns, die nicht verstummt

12.07.2017 00:00, Von Andreas Warausch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zum Tode des Schriftstellers Peter Härtling – Große Trauer auch in Nürtingen

Ein großes Leben war es. Ein erfülltes. Diese Aussage kann man getrost wagen, wenn man Peter Härtling ein Stück weit kannte. Bei aller Vorsicht. Bei allem Respekt. Nun ist man versucht zu sagen, dass eine große Stimme verstummt ist. Denn der Schriftsteller, ja, der Dichter, der seine Jugendjahre in Nürtingen verbrachte und mit der Stadt mannigfaltig verbunden ist, ist am Montag in Rüsselsheim mit 83 Jahren gestorben.

Eine große Stimme, die nicht nur vom Leben großer Künstler kündete, wie in seinem Hölderlin-Roman zum Beispiel, mit dem er dem vermeintlich sperrigen großen Auch-Nürtinger den Menschen auf eine zutiefst menschliche Art und Weise wirklich nahebrachte. Eine Stimme, die nämlich oft auch für die erklang und Partei nahm, die klein sind, machtlos. Für die Kinder zum Beispiel. Die Kunst sei es, die Pflicht desjenigen, der für Kinder schreibt, sich auf ihre Augenhöhe zu begeben, hat er einmal gesagt. Mit „Ben liebt Anna“ oder mit dem „Hirbel“ hat er das bewiesen.

Das hatte nichts von naiver Verkindlichung oder Anbiederung. Nein, es war ihm ein Anliegen. Es gehörte zu seinem Naturell. Freundlichkeit, Herzlichkeit, Zugewandtheit. Wer das Vergnügen hatte, mit ihm zu sprechen, fühlte sich stets willkommen. Ernst genommen. Angenommen. Das galt immer – und ganz im Besonderen für Kinder und Jugendliche.


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