Nürtingen

Eine Stasi-Akte als Andenken

08.08.2009, Von Andreas Warausch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

20 Jahre Mauerfall: Helga und Thomas Kretschmer kamen schon fünf Jahre vorher nach Nürtingen

Schon als Jugendlicher war für Thomas Kretschmer klar: Er muss dieses unfreie Land verlassen. Zwei Jahre dauerte es, bis die Ausreise für die vierköpfige Familie bewilligt wurde. Zuvor wäre er beinahe im Gefängnis gelandet. In diesem Jahr feierten die Kretschmers das 25. Jahr im freien Deutschland.

NÜRTINGEN. Da liegt sie vor ihm, die Kopie seiner Stasi-Akte. Sie trägt den klingenden Decknamen „Violine“. Thomas Kretschmer spielt Geige. An einem Aktenvermerk vom März 1984 bleibt er hängen. „Deshalb ist der K. zu inhaftieren“, heißt es da. „Da wird es einem schon ganz anders“, sagt Thomas Kretschmer. Der selbstständige Klavierstimmer sollte damals nicht sofort ins Gefängnis. „Planzahlen und Sollzahlen“ passten nicht. Ein besonders glücklicher Fall von „Im Kittchen ist kein Zimmer frei“. Denn nur ein paar Wochen später durfte die junge Familie in den Westen ausreisen.


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