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Nürtingen

Ein wahrer Held

02.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die SPD lud zu einem Abend über den politischen Menschen Eugen Maier ins Nürtinger Rathaus ein

In der voll besetzten Glashalle erzählten Eugen Maiers Tochter Rose Riedl und der Journalist Rainer Nübel über die politische Seite des Nürtinger Künstlers Eugen Maier. Für HAP Grieshaber war er „der einzige Held“, dem er je begegnet sei.

NÜRTINGEN (we). Eugen Maier war, obwohl er kein Abitur gemacht hatte, ein belesener und gebildeter Mann. Nicht nur Marx oder Lenin hatte er studiert, auch einige französische Romanciers standen auf seiner Lektüreliste, ebenso deutsche Klassiker. Da lernte er auch, tolerant zu sein. Rose Riedl: „Wichtig war ihm zunächst der Mensch, nicht seine politische Gesinnung.“ Natürlich pflegte er die Kontakte zu anderen Nürtinger Kommunisten; die Linie der Partei war ihm jedoch gleichgültig. Er habe immer, so seine Tochter, den Mut gehabt, seine Meinung zu sagen – auch wenn er dies mit zahlreichen Gefängnisaufenthalten büßen musste. Nach 1945 war Maier noch Gemeinderat, hatte auch Kontakt zu Ludwig Knauß und anderen Kommunisten. Lange wollte er nicht an die Verbrechen Stalins glauben. Der Einmarsch der Ostblock-Truppen in Prag 1968, der dem „Prager Frühling“ ein Ende machte, habe ihm schließlich „das Herz gebrochen“.


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