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Nürtingen

Ein Teufelskerl

26.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(heb) „Panta rhei“ – alles fließt, lehrte einst Heraklit. Ein stetes Werden und Vergehen bestimmt den Lauf der Welt – auch in der Sprache: Redensarten entstehen, werden üblich – und müssen irgendwann anderen weichen. So ist schon seit Längerem in keiner literarischen Neuerscheinung mehr der Erstaunensausruf „Ei der Daus!“ mehr vorgekommen. Und bestimmt wusste schon lange, bevor der Spruch selbst aus den Druckwerken verschwand, niemand mehr, was er eigentlich bedeutet.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Der Spanier, zum Beispiel, sagt noch heute „dos“, wenn er „zwei“ meint, in der französischen Schreibweise des Wortes „deux“ erinnert das x noch an eine alte Aussprache, in der ein Zischlaut an das „dö“ angehängt sein möchte. Zwei war die Augenzahl auf der Seite des Würfels, die von alters her „Daus“ genannt wurde. Übertragen hat sich das auf die „Sau“, die Spielkarte mit den zwei Eicheln, auf der meistens ein furchterregendes Wildschwein abgebildet war. Dieser „Daus“ soll im altdeutschen Kartenspiel die höchste Karte gewesen sein.


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