Nürtingen

Ein NS-Mordopfer aus Wolfschlugen

12.07.2019, Von Günther und Irene Kassberger — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Denk-Ort (24): Karl Wilhelm Balz wurde 1940 in Grafeneck ermordet

Am „Denk-Ort“ an der Nürtinger Kreuzkirche erinnert die Gedenkinitiative zusammen mit der Stadt im Wechsel an einzelne Opfer und Leidtragende des Nationalsozialismus in Nürtingen und Umgebung. Derzeit liest man dort einige Sätze zu Karl Wilhelm Balz.

Gedenkstätte für NS-Opfer auf dem Wolfschlüger Friedhof Foto: pm
Gedenkstätte für NS-Opfer auf dem Wolfschlüger Friedhof Foto: pm

WOLFSCHLUGEN. Karl Wilhelm Balz wurde 1870 in Wolfschlugen als drittes und erstes überlebendes Kind seiner Eltern geboren. Sein Vater Gottlob Wilhelm war Tagelöhner. Die Mutter Regina, geborene Süß, gebar weitere drei Kinder, von denen nur eines überlebte. Als Karl sieben Jahre alt war, starb sie im Alter von nur 32 Jahren. Der Vater heiratete kurz nach ihrem Tod erneut. Seine neue Frau brachte eine Tochter mit in die Ehe.

Acht Monate nach der Eheschließung gebar sie einen Sohn. Karl wurde zu Verwandten gegeben. Von seinen vier Halbgeschwistern starben zwei schon kurz nach der Geburt. Nach Beendigung der Volksschule arbeitete Karl Balz bei Bauern, als Gipser und Waldarbeiter. Mit 26 heiratete er die gleichaltrige Christiane Stoll. Innerhalb von dreizehn Jahren wurden ihnen zehn Kinder geboren, sieben überlebten.


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