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Nürtingen

Ein Messer an den Hals gehalten

21.03.2012 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Junger Knastbruder wegen Nötigung und Sachbeschädigung verurteilt

NÜRTINGEN. Richterin Astrid Hagen sah schwarz für den Angeklagten. „Wenn Sie sich nicht ändern“, sagte sie, „wird es weitergehen wie bisher, mit immer neuen Straftaten, eines Tages werden Sie dann jemand umbringen und das war’s dann für Sie.“ Sein Leben sei dann endgültig vermurkst. In einem Gutachten über ihn war von einem „extremen Aggressionspotenzial“ die Rede. In den Verhandlungssaal des Nürtinger Amtsgerichts war er mit Handschellen und Fußfesseln geführt worden.

An einem silbernen Kettchen um den Hals trug er eine grün, weiß und rot gestreifte Flagge mit einer goldenen Sonne in der Mitte, die Farben der Kurden. Bei der Feststellung der Personalien studierte die Richterin ihre Unterlagen und fragte: „Sie sind ein Libanese?“ Nein, kam die Antwort, er sei kein Libanese, er sei ein Kurde, immer noch. Seine Eltern seien nach Deutschland gekommen, als man im Libanon die Kurden „abschlachtete“. Aber in Wirklichkeit sei er ein Deutscher. Hier sei er aufgewachsen und habe sich eingewöhnt. „Wohin sonst auf der Welt soll ich denn gehen!“


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