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"Ein bundesweiter Präzedenzfall"

16.03.2007 00:00, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nürtinger Amtsrichter räumte fehlerhafte Protokolle ein und wurde aus der Haft entlassen

NÜRTINGEN. Zwei Wochen hat der wegen des Verdachts der Rechtsbeugung festgenommene Nürtinger Amtsrichter im Justizvollzugskrankenhaus auf dem Hohenasperg verbracht. Vorgestern am Spätnachmittag durfte er dann wieder nach Hause: Das Nürtinger Amtsgericht, wo er bis Dezember noch unter anderem für Unterbringungs- und Betreuungssachen zuständig war, hat am Mittwoch den Haftbefehl gegen ihn außer Vollzug gesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem nicht widersprochen.

Das bestätigte uns gestern Presse-Staatsanwältin Bettina Vetter auf Anfrage. Der Richter muss sich regelmäßig melden und hatte zudem eine Sicherheitsleistung in Geld zu hinterlegen. Zwar dauern die Ermittlungen noch an, doch scheint der grundsätzliche Tatvorwurf geklärt, auch wenn sich die juristischen Experten noch nicht darüber klar sind, wie er nun konkret einzuordnen ist.


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