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Nürtingen

Die WM-Delle

15.06.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(aw) Das haben wir gerne! Zuerst sorgten die Machenschaften der gierigen Bänker für leere Auftragsbücher. Dann die Griechen für leere Sparbücher. Und jetzt? Jetzt kommt der konjunkturelle Tiefschlag hintendrein. Anstatt auf Arbeit zu arbeiten, wollen die Hälfte der Arbeitnehmer lieber täglich bis zu 15 Minuten ihrer bezahlten (Arbeits)zeit WM-Themen widmen. 15 Minuten! Was könnte da alles hergestellt werden? Was könnten da alles für Probleme gelöst werden? Aber nein, da will man sich lieber um die die bodenhaftungsentflohenen Jungmillionäre kümmern! Warum der Schweini – der ja eigentlich keiner mehr ist, sondern mangels weiterer Respektspersonen im deutschen Mittelfeld jetzt doch als Schweinsteiger firmiert – nicht lacht, wenn der Jogi einen Witz macht. Wer denn jetzt die Bälle wie einfettet. Welchen Schuh der Cacau sich denn zuerst zubindet oder ob er dafür schon einen Roadie hat. Sollen das die Themen des Arbeitstags sein?

Wenn das wirklich stimmt, dann verlieren wir 0,27 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts, folgert die Universität Hohenheim aus einer Umfrage. Soll es uns trösten, dass wir während des Sommermärchens 2006 auf diese ganz und gar nicht arbeitsrechtlich einwandfreien Art und Weise gar 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vertrödelten? Also, da kann es doch nur eines geben: raus mit den Fernsehern und den Radios, raus aus dem Internet!


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