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Nürtingen

Die Reise der Silos: Vom Bodensee über Plochingen nach Wien

11.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nein, das Behältnis auf unserem Foto ist kein Castor mit Atommüll, es werden darin auch keine Patriot-Raketen in die Türkei transportiert, wie die Facebook-Gemeinde scherzhaft spekulierte. Bei den gestern in Nürtingen beim WLZ-Gelände zwischengeparkten Behältern handelt es sich um Stärkesilos. Von der Herstellerfirma P + W Metallbau in Meckenbeuren wurden die Behälter, die eine Länge von 30 Metern und einen Durchmesser von sechseinhalb Metern haben, über Ravensburg, Münsingen und Nürtingen zum Plochinger Hafen gefahren, von dort sollen sie auf der Donau nach Wien verschifft werden, wie Jürgen Auer von P + W Metallbau mitteilte. Auch von Nürtingen nahm der Transport nicht den direkten Weg über die B 313 nach Plochingen, sondern musste den Umweg über die ausgewiesene Schwertransportstrecke über Wolfschlugen und Neuhausen nehmen. Das Problem des direkten Weges: Die Brücken über die Bundesstraße. „Sie haben eine Durchfahrtshöhe von etwa 4,50 Meter bis 4,70 Meter. Bei einer Fahrhöhe von 7,40 Metern brauchen wir da keinen Gedanken an Autobahnen oder Bundesstraßen zu verschwenden“, erklärte Rainer Schmid von der Spedition Paule, die auf Schwertransporte spezialisiert ist. Fünf Nächte dauerte die Fahrt vom Bodensee nach Plochingen. Mit die kniffeligsten Punkte, die gemeistert werden mussten, waren die Beurener Steige und die Ortsdurchfahrt Oberensingen. Für die Firmen vom Bodensee ist die Schwerlaststrecke eine wichtige Verbindung zum Neckarhafen. Sie sind auf die Kooperation der Stadt und der Landkreisbehörden angewiesen, damit diese Strecken bei Bedarf freigegeben werden und sie ihre Kunden beliefern können. sg/Foto: Einsele

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