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Nürtingen

Die Musik betrachtete er als Geschenk Gottes

24.06.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bezirkskantor Jens Schreiber ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 37 Jahren gestorben

NÜRTINGEN (miw). Im September 1999 kam der damals 30 Jahre junge Jens Schreiber als frisch gebackener Absolvent des Praktikums im kirchenmusikalischen Dienst aus dem Kirchenbezirk Heidenheim nach Nürtingen, um seinen Dienst als neu gewählter Nürtinger Bezirkskantor und Nachfolger von Konrad Klek anzutreten. Allen Beteiligten wurde schnell klar, dass sich hinter einem eher leisen, durchaus zurückhaltenden Auftreten nicht nur ein hochkarätiger Organist und Kirchenmusiker verbarg, sondern auch ein begabter Musikpädagoge, der genau wusste, was er wollte, der sehr diszipliniert arbeiten und die Menschen für seine Ziele gewinnen konnte.

Dieses pädagogische Gespür für seine Leute, gepaart mit einer guten Portion feinsinnigen Humors, der auch über Durststrecken hinweghalf, das war es wohl, was die Leute an seiner Arbeit zu schätzen wussten. Hinzu kam ein gesundes Nervenkostüm, das sich nicht nur in der heißen Schlussphase vor der Aufführung bewährte, indem Jens Schreiber Chor- und Orchesterleuten das sichere Gefühl gab: Das schaffen wir schon. So war das bei den großen Aufführungen: im Dezember 2001 Mendelssohns Paulus, im März 2002 die Johannespassion von Bach, im Dezember desselben Jahres Teile des Weihnachtsoratoriums.


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