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Die Bohème

07.02.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Bohème

Ach, die Bohème. Wohlstandsverwahrloste Lebenskünstler, die außer langem Ausschlafen auch noch ihren Snobismus pflegen. Wie bieder wirkt daneben der Böhme, den man sich spontan als rechtschaffenen Menschen mit ländlichem Hintergrund vorstellt. Ernst Mosch zum Beispiel. Und dennoch musste der Böhme als Namensgeber für die Bohème herhalten. Das wiederum ist den Franzosen und Spaniern zu verdanken. Die bezeichneten fahrendes Volk nicht nur als Gitanes, sondern auch als Bohémiens, also Böhmer. Vermutlich eine Umschreibung für Kommt von woanders her und lebt ein wenig unkonventionell. Der französische Schriftsteller Henri Murger vollzog dann in seinem Roman Scènes de la vie de Bohème aus dem Jahre 1851 die Übertragung des Wortes auf sesshafte, aber dennoch unstete Künstler, Literaten, Maler und Musiker, denen er damit auch ein Zigeunerleben unterstellte. Giacomo Puccini tat mit seiner Oper La Bohème (1896) das Seine, um dem leicht abgewetzten Talmiglanz des ungebundenen Künstlerlebens ein Denkmal zu setzen. Und womit fängt die Oper an? Mit zwei Freunden, denen gerade das Holz zum Heizen ausgegangen ist. bg


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