Nürtingen

Die Angeklagte bestand auf Freispruch

18.06.2012, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es ging um billige Armbändchen aus Kenia – Bei Tombola als Trostpreise ausgesetzt

NÜRTINGEN. Vor dem Amtsgericht ging es unlängst um in Kenia hergestellte Armbändchen aus billigem Kunststoff. Der Wert eines Armbändchens wurde von einer Zeugin auf drei Cent eingeschätzt. Es war billiger Ramsch, den niemand haben wollte. Selbst auf einem Weihnachtsmarkt konnte nichts davon verkauft werden. Die Ladenhüter befanden sich im Besitz einer von Spenden lebenden sozialen Einrichtung, die sich vor allem um Kinder in Drittweltländern kümmert. Mit den Armbändchen sollte die Aufmerksamkeit auf bestimmte Projekte gelenkt werden.

In der als Verein eingetragenen Organisation wusste niemand, was man mit „dem Zeugs“ anfangen sollte. In dieser Situation kam die Nachricht, dass eine andere soziale Organisation bei ihrem Sommerfest eine Tombola plante und dafür Preise suchte. Man kam ins Gespräch und traf die Übereinkunft, dass sich die „Armbändle“ gut als Trostpreise eigneten. Der Gedanke hatte zwei Vorzüge, einmal war man einen Teil des Billigschmucks los und außerdem floss der Erlös, wenn alles gut lief, in die Kasse der Organisation, die sich vor allem um Kinder in Drittweltländern kümmert.


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