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Die Alpakafarm in Neckarhausen setzt sich für den Artenschutz ein

30.03.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gras kauend schauen sie jeden Besucher mit einem prüfenden Blick an: die rund 200 tierischen Bewohner der Alpakafarm in Neckarhausen. Während es bei ihnen auf dem Hof für gewöhnlich ruhiger ist, war gestern einiges los: Andreas Neureuther, Technischer Beigeordneter der Stadt Nürtingen, die Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Brigitte Dahlbender und Umweltminister Franz Untersteller haben auf dem Gelände von Inhaber Ulrich Schaber (von links) eine rund ein Hektar große Modellfläche eingeweiht, die für insektenfreundliche Blumen und Kräuter reserviert ist. Schaber sagte: „Insekten kommen zu kurz und dagegen müssen wir etwas tun.“ Deswegen hat er die Fläche auf seinem Hof für das Modellprojekt „Biotopverbund Offenland“ zur Verfügung gestellt. Straßen, Bebauung und intensive Ackerflächen zerstören Lebensräume. Das vom Umweltministerium und BUND geförderte Projekt kämpft gegen das damit verbundene Artensterben an. In zwei Modellkommunen, Nürtingen und Stockach, werden Lebensräume für Tiere und Pflanzen aufgewertet. Schaber sät dafür zwei mehrjährige Blütenmischungen aus: Während der Insektensaison liefern sie Pollen und Nektar. Dadurch wird die Nahrungsversorgung von Insekten verbessert. Die Wiese bietet zudem ganzjährige Rückzugsräume für Feldlerche, Rebhuhn oder Feldhase. „Wir appellieren an andere Kommunen, ebenfalls in Flächen für den Biotopverbund zu investieren“, sagte Neureuther. In gut sechs Wochen wird die blühende Fläche Bienen und andere Insekten anziehen und die Alpakafarm um einige Tierarten reicher machen. skr/Foto: Kotz

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