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Nürtingen

Der letzte Vorhang

25.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(aw) Ratsch. Poetisch gesehen könnte man davon sprechen, dass für Friedrich Freiherr von der Trenck heute vor 207 Jahren der letzte Vorhang fiel. Ganz realistisch betrachtet war es aber einfach die Guillotine, die für ihn fiel und planmäßig sein Genick traf. Was brachte einen preußischen Offizier aufs Fallbeil der Revolution? In erster Linie der Verdacht, ein österreichischer Spion zu sein. Alles in allem aber war es sein ganzes abenteuerliches Leben, das wohl nur zu so einem scharfen Ende führen konnte.

Hoch war der junge Trenck in der Gunst des Alten Fritz, des preußischen Königs, gestiegen. Hoch stand er aber auch sein Leben lang in der Gunst schöner Frauen. Dass auch das Herz der Schwester des Königs für ihn schlug, brachte ihm kein Glück ein. Im Gegenteil: Der König ließ ihn einkerkern. Wie es sich für einen ordentlichen Abenteurer aber gehört, mauserte sich der Frauenheld zum Ausbrecherkönig. Er entkam der Festung Glatz – aber nur, um sieben Jahre später, mittlerweile im Dienste der Österreicher, wieder geschnappt zu werden. Nach einem weiteren Fluchtversuch machte der König preußisch akribisch ernst. Für zehn Jahre wurde er in Magdeburg eingekerkert. Angekettet in der eigenen Gruft. Nach zehn Jahren erwies sich wieder eine Frau in seinem Leben als entscheidend. Die Kaiserin Maria Theresia sorgte für seine Freilassung.


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