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Der erste Habsburger

19.07.2005 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der erste Habsburger

Mit dem Saustall des Interregnums im Heiligen Römischen Reich räumte ein Mann mit großem Namen auf: Rudolf von Habsburg, Erster einer berühmten Dynastie. Bevor er Kaiser wurde, war er als Graf in der Nordschweiz und im Elsass tätig. Seine guten Beziehungen zu den Staufern - angeblich war Friedrich II. sogar sein Taufpate - waren sein Schaden nicht, und er konnte sein Territorium beträchtlich vergrößern. Im gesetzten Alter von 55 Jahren machte man ihn 1273 zum König. Man gab ihm den Auftrag mit, die vielen Fehden zu beenden und die Besitzverhältnisse der Reichsgüter wieder zu sortieren. Damit machte er sich Ottokar II. von Böhmen zum Feind, weil er nicht hergeben wollte, was er einkassiert hatte. Nachdem Ottokar 1278 durch die Hand persönlicher Feinde dahingeschieden war, belehnte Rudolf seine Söhne mit dessen Besitz, unter anderem Österreich und die Steiermark. Damit war die Hausmacht der Habsburger begründet. Daneben ging er energisch gegen das Raubritterwesen vor und sicherte den Frieden im Reich wieder. Einen so verdienten Herrscher hätte man auch zum Kaiser krönen können. Rudolfs Regierungszeit sah acht Päpste, zweimal verabredete man sich zur Krönung, doch irgendetwas kam immer dazwischen. Als Rudolf 1291 starb, hinterließ er das Reich wohl geordnet und ging deshalb als eine der populärsten Herrscherfiguren des Mittelalters in die Geschichte ein. bg


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