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Nürtingen

Der "doppelte Bumerang" konnte nicht landen

23.02.2005 00:00, Von Martin R. Handschuh — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Rudolf-Steiner-Schule wird ihrem Förderungsantrag zum Erweiterungsbau den Entwurf des Zweitplatzierten Reiner Hahn beigeben

NÜRTINGEN. Dass gut Ding Weile haben will, ist altbekannt, doch auch in kurzer Zeit können hervorragende Konzepte entstehen. Dies stellte Nürtingens Baudezernent Wilfried Hajek am Montag bezüglich des Architektenwettbewerbs zum Erweiterungsbau der Waldorfschulen fest. Die Jury hatte unter seinem Vorsitz aus sieben Entwürfen die Lösung Karl-Heinz Singles, die aus der Vogelperspektive zwei sich überlagernden Bumerangs ähnelt, den ersten Preis zuerkannt. Der Schulvorstand indes folgte dem Vorschlag der Fachleute nicht, sondern beschloss gestern Vormittag, dem Förderungsantrag die Pläne des Zweitplatzierten Reiner Hahn vom Stuttgarter Büro BFK, der selbst zwei Kinder an der Schule hat, beizugeben.

„Ich war in der Tat sehr verblüfft, als ich erfahren habe, dass meinem Entwurf der Vorzug gegeben worden ist“, gab sich Hahn gestern erfreut. Er vermute, der Vorstand der Schule sei seiner Formensprache „emotional näher“ gewesen als der seiner Mitbewerber.

Die Gründe, die zum quasi letztinstanzlichen Urteil geführt haben, wollte Stefan Trepel, Lehrer und Mitglied dieses Gremiums, das sich aus jeweils fünf Eltern und Lehrern zusammensetzt, gegenüber unserer Zeitung nicht nennen. Dieser hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass für die Entscheidungsfindung pädagogische Aspekte mehr ins Gewicht fielen als streng architekturfachliche.


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