Anzeige

Nürtingen

Dem MPG-Entführer drohen drei bis sechs Jahre

29.01.2016, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gestern wurden die Plädoyers gehalten und der psychiatrische Sachverständige hatte das Wort

NÜRTINGEN/STUTTGART. Im Prozess gegen den 27-jährigen Mann, der am 5. Mai eine 15-jährige Schülerin des Max-Planck-Gymnasiums überfallen und mit Klebeband gefesselt hatte, kam gestern der psychiatrische Sachverständige zu Wort. Dr. Peter Winckler aus Tübingen hatte in mehreren Sitzungen versucht, sich ein Bild von der seelischen Verfassung des Mannes zu machen, und auch den Prozess ständig beobachtet. Auch ihm blieb vieles rätselhaft. Nur eines kann er mit großer Sicherheit sagen: Psychisch krank ist der Mann nicht. Allerdings wird noch zu klären sein, ob seine Alkoholabhängigkeit die Unterbringung in einer entsprechenden Einrichtung begründen könnte.

Bereits im ersten Gespräch, drei Wochen nach der Tat, wurde Winckler klar, dass er es nicht mit einer Psychose zu tun hat. Vier weitere Gesprächstermine folgten, in denen der Mann jedoch – auch auf Anraten seines Anwalts Stefan Holoch – nichts zu Motiv und Ziel der Tat verlauten ließ. „Dieser Fall hat mir ungewöhnliches Kopfzerbrechen bereitet“, gestand der erfahrene Gutachter ein. Die Antwort des Angeklagten, er habe spontan gehandelt und nicht gewusst, was er nach der Entführung mit dem Mädchen tun wollte, kaufte Winckler ihm nicht ab.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Jetzt direkt weiterlesen!

  • 14 Tage gratis alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

0,00 €

Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 19% des Artikels.

Es fehlen 81%



Anzeige

Nürtingen