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Das rote Limoges

25.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das rote Limoges

Nicht erst seit der 1895 erfolgten Gründung der kommunistisch orientierten Gewerkschaft Confédération Générale du Travail (CGT) in der Hauptstadt des Limousin spricht man in Frankreich vom roten Limoges, in der Nähe der Departements-Präfektur erinnert eine Tafel an den Gründungsakt. Schon die französische Revolution hatte hier eine große Anhängerschaft gefunden, weil die kirchliche Herrschaft über die damaligen Siedlungen Cité und St. Martial bei der Bevölkerung besonders verhasst war. 1792, als man das ancien Régime zum Teufel gejagt hatte, entstand daraus die Stadt Limoges. Mit der schnell fortschreitenden Ansiedlung von Industrie stieg auch die Anzahl der Arbeiter und ebenso deren Organisationsbereitschaft. Schon 1830 kam es zu großen Streiks, die sich über mehrere Monate erstreckten und von April bis Mai 1848 dauerten, nach der Pariser Februarrevolution beherrschte eine Arbeiterregierung die Stadt. 1905 forderten heftige Auseinandersetzungen zwischen streikenden Arbeitern und Sicherheitskräften ein Todesopfer. Auch der heutige Bürgermeister der Hauptstadt des Departements Limousin heißt Alain Rodet und ist wie könnte es nach all dem anders sein natürlich Sozialist. Und auch heute noch gilt das Limousin als geografischer Schwerpunkt des kommunistischen Gewerkschaftsbundes CGT. heb


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