Nürtingen

Das Ohr als „Tür der Seele“

13.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Herders These vom Ohr als erstem Lehrmeister der Sprache ist heute hochaktuell. Das Gehör ist die Tür der Seele. Der Mensch ist aus Herders Sicht „ein horchendes merkendes Geschöpf“. 30 Kinder zwischen vier und acht Jahren und 30 Erwachsene erlebten jüngst im Forum Türk die sprachlich-musikalische Aufführung der winterlichen Bilderbücher „Tomte Tummetott“ und „Tomte und der Fuchs“ von Astrid Lindgren. Heide Mende-Kurz las die beiden Geschichten sehr langsam und lautlich sehr differenziert. Auf verschiedenen Klanginstrumenten brachte Elena Wackenhut den Schnee, die Kälte, die Sterne, den Hof, die Kühe, Pferde, Hühner und den alten Tummetott zu Gehör. Bei „Tomte und der Fuchs“ durften die Kinder dann auch mitspielen. Sie machten zum Beispiel den Fuchs mit dem Xylophon, Pferdegetrappel mit der Trommel, den Sternenschein mit Gockenspielen, spielende Kinder mit Rasseln, die Mäuschen mit kleinen Pfeifen hörbar. Es galt, erst auf das Einsatzzeichen von Elena Wackenhut zu spielen. Am Schluss summten und sangen manche Kinder mit bei dem von der Leier begleiteten Lied, das beide Geschichten umrahmte. Beglückend ist, wenn Kinder dadurch so angeregt werden und zur Mutter sagen: „Wir wollen jetzt auch singen und spielen, wie sollen wir den Schnee machen? Ich weiß: wir lassen Reis in ein Schüsselchen rieseln. Der Pappkarton ist die Trommel für das Pferdegetrappel.“


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