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Nürtingen

„Da ist man absolut machtlos“

11.06.2016 00:00, Von Uwe Gottwald und Matthäus Klemke — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Interview erklärt Landschaftsplaner Christian Küpfer, was das Gefährliche an der aktuellen Wetterlage ist und wie sich Städte schützen können

Seit Wochen sorgen starke Regenfälle für voll gelaufene Keller und überflutete Straßen. Die Kommunen scheinen gegen solche Wassermassen nicht gerüstet zu sein. Wir sprachen mit Professor Dr. Christian Küpfer, Studiendekan für Landschaftsplanung und Naturschutz an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen, über die Gefahren durch Starkregen.

Herr Küpfer, Überflutungen durch Flusshochwasser gab es in Nürtingen zuletzt 2013. Jetzt werden die Leute mit einem anderen Phänomen konfrontiert: Starkregenereignisse. Wieso sind die besonders gefährlich?

Bei zu viel Niederschlag in kurzer Zeit kann das Wasser nicht so schnell im Boden versickern, wie es vom Himmel kommt. Die Situation ist dort besonders gefährlich, wo das Wasser schnell aus der Landschaft Richtung Siedlungen abfließen kann. Es sammelt sich in kleinen Mulden und Senken, die dann überlaufen. Über Gräben und kleinen Bäche gelangt das Wasser schnell und in großer Menge in den Siedlungsbereich. Es spielt dann fast keine Rolle, ob die Böden trocken, wassergesättigt oder versiegelt sind, denn das Wasser könnte in der kurzen Zeit ohnehin nicht versickern. Entsprechend besteht nur eine sehr kurze Reaktionszeit für Gegenmaßnahmen.


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