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Bunga-Bunga

22.11.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Silvio Berlusconi ist zurückgetreten und in der italienischen Politik kehrt wieder Ruhe ein. Endlich soll der Euro im Vordergrund stehen und nicht mehr „Bunga-Bunga“. Angeblich stammt der Ausdruck von Berlusconis Busenfreund Muammar al-Gaddafi und bezeichnet einen Ritus in seinem afrikanischen Harem.

Doch der inzwischen verstorbene Libyer hatte den Ausdruck selbst geklaut – und zwar von der sexistischer Umtriebe völlig unverdächtigen Virginia Woolf. Die englische Literatin erfand das „Bunga-Bunga“ quasi nebenbei, als sie sich am 10. Februar 1910 einen Scherz mit der britischen Marine erlaubte. Sie und Freunde aus ihrem literarischen Zirkel schwärzten sich die Gesichter, klebten sich falsche Bärte an und hüllten sich in orientalische Fantasiegewänder. In diesem Aufzug reiste die sechsköpfige Gruppe ins südenglische Weymouth, nachdem sie sich mit einem Telegramm dort als Delegation aus Abessinien (heute Äthiopien) angemeldet hatten.


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