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Blaumachen

02.08.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Blaumachen

So manchem Arbeitnehmer steckt am Montagmorgen noch das lange Wochenende in den Knochen, weshalb er an diesem Tag seine Krankheit nimmt und blaumacht. Aber warum blau und nicht gelb, wie der Zettel vom Arzt? Oder grün oder violett? Dazu gibt es eine nette Theorie, die zurück zu den mittelalterlichen Färberzünften führt. Die färbten einst mit Indigo oder Waid Wolle und Tuche blau ein. Indigo ist im Farbbad zunächst gelblich und wird erst unter der Einwirkung von Luftsauerstoff blau. Eine tolle Arbeit: Hing der Stoff, tat die Luft das Übrige und die Färber hatten Pause. Blau gefärbt wurde gerne montags, weshalb man in Färberkreisen und bald nicht nur dort vom blauen Montag sprach. Zum Färben brauchten die Färber aber noch eine andere Zutat, nämlich Ammoniak. Das entsteht bei der Zersetzung von Urin. Und wie kamen die Färber schnell an viel Urin? Sie tranken Bier und das nicht sparsam. Denn jeder, der es schon einmal ausprobiert hat, weiß: Bier treibt. Daher stamme auch der Ausdruck blau sein, wollen die Quellen wissen. bg


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