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„Bewusste Stimmungsmache“

22.11.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Nürtinger SPD zur Laufzeitverlängerung der AKW

NÜRTINGEN (pm). Der SPD-Ortsverein Nürtingen nimmt in einer Pressemitteilung zur aktuellen Diskussion über die Kosten der erneuerbaren Energien Stellung. Sieben Milliarden Euro Umlage für umweltfreundlichen und abgasfreien Strom scheinen unmoralischer zu sein als 15 Milliarden Euro Gewinn, den die großen vier Energieversorger Deutschlands bereits im ersten Halbjahr 2010 erzielt haben, heißt es darin. Dies zumindest wollten die Stromversorger und die amtierende Bundesregierung den Bürgern weismachen. Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke werde als notwendig dargestellt, obwohl Deutschland in hohem Maße Strom exportiere.

Die SPD Nürtingen stelle sich gegen diese bewusste Stimmungsmache gegen geltende Verträge und gegen Strom aus Bürgerhand, die nur dazu diene, die bestehende Marktmacht der großen Energieversorger zu zementieren. Wer Laufzeiten für Kernkraftwerke verlängere und damit bewusst 100 Milliarden Gewinne bei den Betreibern garantiere, solle auch dazu stehen, dass es nur eben darum gehe. Die Schutzbehauptung, die Atomkraft würde als Brückentechnologie benötigt und die Gewinne würden abgeschöpft und in die Entwicklung der Regenerativen gesteckt, entlarve sich von selbst als Deckmäntelchen der Klientelpolitik.


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