Nürtingen

„Bewaffnet wie Arnold Schwarzenegger“ Stuttgarter Landgericht verurteilt „Höfbräu-Inn“-Mörder zu lebenslanger Haft – „Wechselhaftes Beziehungsgeflecht“ Mitursache der Tat

13.12.2008, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN/STUTTGART. Es ist ein Urteil, das nicht überraschend kommt: Das Stuttgarter Landgericht verurteilte gestern den 52-jährigen Wieland M. zu lebenslanger Haft. Er hatte am 17. Mai im Nürtinger „Hofbräu-Inn“ einen gleichaltrigen Mann erschossen und einen weiteren schwer verletzt. Das Gericht stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit kann M. nicht nach der Mindestverbüßungszeit von 15 Jahren freikommen.

„Eine lebenslange Freiheitsstrafe ist nicht zu umgehen“, sagte Verteidiger Hans-Christian Wolff vor zwei Wochen in seinem Plädoyer. Die zahlreichen Gäste des „Hofbräu-Inn“ wurden Zeugen, als der Angeklagte am letzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison auf der Toilette der Nürtinger Kneipe einen 52-Jährigen erschoss.

Nach Auffassung des Gerichts hatte M. bereits am Abend zuvor seine damals 18-jährige Freundin als Geisel genommen, indem er sie mit Waffengewalt zwang, bei ihm zu bleiben. „Der Angeklagte hat zum Tathergang keine Angaben gemacht“, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Pross. Daher habe sich das Gericht vor allem auf die Aussage der Ex-Freundin des Angeklagten gestützt.


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