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Nürtingen

Auch Nürtinger Väter klagen

10.11.2010, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eine Entscheidung des Verfassungsgerichts zum Sorgerecht schlägt sich auch am Nürtinger Amtsgericht nieder

Das Bundesverfassungsgericht hat in einer Entscheidung die Rechte unverheirateter Väter gestärkt. Sie können nun gerichtlich dagegen vorgehen, wenn die Mutter ein gemeinsames Sorgerecht verweigert. Überwältigend ist der Anstieg der Klagen in Nürtingen zwar nicht, dennoch sei er „außergewöhnlich“, wie Familienrichterin Ingeborg Fortunat feststellt.

NÜRTINGEN. Beim Sorgerecht für gemeinsame Kinder sei eigentlich nur eines klar, betont die Nürtinger Familienrichterin Ingeborg Fortunat: „Den Normalfall gibt es eigentlich nicht.“ Jeder Fall sei ein Einzelfall, bei dem individuelle Faktoren berücksichtigt werden müssten. Insbesondere bei unehelichen Kindern war die Rechtslage in Deutschland bislang aber eindeutig: Lag das alleinige Sorgerecht bei der Mutter, hatten die Väter ohne deren Zustimmung keine Chance, bei der elterlichen Sorge mitzureden.

Das änderten zwei Urteile: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat am 3. Dezember 2009 entschieden, es verstoße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, dass Väter nach deutschem Familienrecht bisher nicht die Möglichkeit haben, eine Zustimmungsverweigerung der Mutter gerichtlich überprüfen zu lassen.


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