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Amtsschimmels "Wut"

31.01.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Amtsschimmels „Wut“

Vor wenigen Tagen las man in dieser Zeitung von einem Konzertflügel, der von einer Expertengruppe (womöglich einer unabhängigen) für „schrottreif“ erklärt und zwecks der Anschaffung eines neuen Flügels der Entsorgung preisgegeben worden war. Es fand sich zum Glück ein mitfühlend Herz, das den so Abgehalfterten mit zu sich nahm und versprach für ihn zu sorgen. Dies sei so, wie man hört, auch so geschehen. Nicht jeder Fall behördlich organisierter Zerstörungswut verläuft so glimpflich. So erzählte jüngst ein Künstler aus der Umgebung, dass, sollte er überraschend aus dem irdischen Leben abberufen werden, der Wert seiner künstlerischen Hinterlassenschaft, sprich: nicht verkaufter Arbeiten von Amts wegen geschätzt würde. Kein Finanzamt schätzt zu seinem Nachteil, was zur Folge habe, dass seine Erben mit der so generierten Erbschaftssteuer hoffnungslos überfordert wären. Zwangsläufig müssten sie das gesamte Erbe ausschlagen und es fiele an den Staat. Weil nun dessen Vertretern bewusst sei, so der Maler weiter, dass die Schätzung, um es vorsichtig zu sagen am obersten Rand einer möglicherweise zu realisierenden Summe angesetzt war und die Organisation eines Verkaufes der Werke viel zu teuer, würden sie in der Regel „zerstört“. Die Kunst ist lang und das Leben kurz, wie man weiß, manchmal fällt jedoch der Unterschied kaum ins Gewicht. heb


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