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Nürtingen

Alpenverein im Pustertal

26.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gruppe wanderte auf den Spuren des Ersten Weltkriegs

NÜRTINGEN (pm). Eine Dolomiten-Ausfahrt stand heuer wieder einmal auf dem Programm des DAV Schwaben-Nürtingen. Anlässlich des Beginns des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren ging die Tour in die Sextener Dolomiten. 18 Teilnehmer fuhren unter der Leitung von Regina Stoll und Peter Vohmann ins Pustertal. Erstes Ziel war der Monte Piano. Der Berg ist ein erschreckendes Beispiel für die Grausamkeiten des Krieges. An der Nordseite standen die österreich-ungarischen und später auch die deutschen Truppen den Italienern auf der Südseite gegenüber. Die Wanderer stiegen von Norden her auf einem ausgesetzten Steig nach oben, wo heute ein Freilichtmuseum zu finden ist. Teilnehmer Joachim Wuttke erzählte, dass zwischen 1915 und 1918 rund 14 000 Soldaten auf dem Berg umgekommen sind, die meisten durch die von den Gegnern ausgelösten Lawinen und Steinschlag.

Nach der Übernachtung auf dem Rifugio Col de Varda ging es auf den Drei-Sterne-Weg Sentiero Bonakosa Richtung Drei Zinnen, einem Wahrzeichen der Dolomiten. Die Gruppe konnte nur den Südteil laufen wegen des vielen alten Schnees. Auch am dritten Tag musste der Plan geändert und auf den Paternkofel-Klettersteig wegen Schnees verzichtet werden. Der Anstieg zu dem Klettersteig führt durch das im Krieg angelegte Tunnelsystem. Die Gruppe ging zur Bühlernjochhütte und anschließend auf die Oberbachern, wo auf Schritt und Tritt die Spuren des Krieges zu sehen waren.

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