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125 Jahre Böhmerwaldbund

22.05.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Große Feier am Wochenende, 6. und 7. Juni, im Haus der Heimat

NÜRTINGEN (bg). Am Wochenende Samstag, 6. und Sonntag, 7. Juni, begeht der Deutsche Böhmerwaldbund die Festlichkeiten zu seinem 125-jährigen Bestehen. Dazu wird es im Haus der Heimat ein buntes Programm geben.

„Viele denken, die Vertriebenenverbände wurden erst nach dem Krieg gegründet“, erläutert Augustin Riedl, der stellvertretende Bundesvorsitzende des Böhmerwaldbundes, und gibt einen kurzen Abriss über die schon viel längere Geschichte seines Vereins. Der Böhmerwaldbund wurde im Jahre 1884 in Budweis gegründet und hatte „die Hebung des Deutschtums“ zum Ziel. Er sei eine Selbsthilfe gegen die Tschechisierung des Sudetenlandes gewesen. Bis zum Ersten Weltkrieg habe es 440 Ortsgruppen in ganz Böhmen gegeben. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Tschechoslowakei gegründet und das Sudetenland kam zu dem neuen Staat. „Damals wurden alle tschechoslowakische Staatsbürger“, erzählt Riedl. Als das Sudetenland 1938 dem Dritten Reich einverleibt wurde, wurde der Böhmerwaldbund aufgelöst.


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