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Vortrag bei Domnick über Künstleraustausch

07.05.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NT-OBERENSINGEN (pm). Die Kunsthistorikerin und Ausstellungsmacherin Marie-Amelie zu Salm-Salm spricht am Samstag, 11. Mai, um 19.30 Uhr in der Sammlung Domnick über das bundesweit einzigartige Engagement von Greta und Ottomar Domnick. Dies wird in diesem Jahr der bedeutendste Vortrag im Programm der Sammlung Domnick.

Domnicks haben maßgeblich die Erneuerung der Kunst in der unmittelbaren Nachkriegszeit unterstützt. Sie organisierten im Sommer 1948 den ersten Auftritt der deutschen abstrakten Maler bei der internationalen Kunstausstellung in Paris nach den verheerenden Jahren des Nationalsozialismus und des Malverbots. Die Maler waren seit Jahren von der internationalen Szene abgeschnitten. Nach dem Krieg blieben die deutschen Grenzen bis 1949 geschlossen, sodass die Maler keine Möglichkeit hatten, an die internationale Kunstszene anzuknüpfen. Der erste deutsche Auftritt in Paris war ein Erfolg; die deutsche Malerei stieß auf großes Interesse. Domnicks entdeckten ihrerseits in Paris eine französische Abstraktion, die sie derart begeisterte, dass sie im Herbst desselben Jahres in Privatinitiative eine Wanderausstellung von abstrakten Bildern Pariser Maler nach Deutschland brachten. Auf diesem Weg lernten die deutschen Maler die aktuellsten Kunstströmungen kennen. Damit hat das Ehepaar Domnick einen wesentlichen Anteil an der Erneuerung der deutschen Kunst in der unmittelbaren Nachkriegszeit.


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