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Von hinterhältigem Mord und von vergeblicher Rache

24.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die fünfte Folge des Nibelungenlieds war Gegenstand eines Vortrags in der Buchhandlung Zimmermann

NÜRTINGEN (pm). Rasanter gehts nimmer: Im vergangenen Januar, in der Kreuzkirche, erzählte die Schauspielerin Bea von Malchus im fiktiven Intercity IC 527 Walhalla ihrem fiktiven kleinen Neffen die Geschichte von Siegfrieds Tod und vom Untergang der Nibelungen. In einem grandiosen Solo gab sie dem ganzen Ensemble ihre (wechselnde) Stimme. Als der IC nach anderthalb Stunden in Worms ankam, waren, von unwesentlichen Resten abgesehen, ratz-fatz alle tot. Das war Action pur. Weil sich Bea von Malchus im Nibelungenlied auskennt, war es aber eine ebenso gewollte wie gekonnte Parodie. Respekt, Respekt!

Der Erzähler, der ums Jahr 1200 diese Geschichte aufs Pergament und unter die Leute brachte, ließ sich freilich wesentlich mehr Zeit. Immer wieder machte er Halt. Er staute den Fluss seiner Erzählung regelrecht auf. Wer seinem Erzähltempo und seinem Erzählrhythmus folgt, an dem rauschen die Ereignisse nicht vorbei. Man erfährt dann nicht nur, was erzählt wird, sondern wie und warum es so erzählt wird.

nHagen will die Schmach der Königin rächen


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