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Von der Zartheit des Tastenspiels

07.03.2012 00:00, Von Eckhard Finckh — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Meisterkonzert in der Kreuzkirche: Ein großartiger Klavierabend mit der jungen Pianistin Olga Scheps

NÜRTINGEN. Als Glücksfall erwies sich die Einladung der jungen Pianistin Olga Scheps zu den Nürtinger Meisterkonzerten in der Kreuzkirche. Vor völlig ausverkauftem Haus brillierte die in Moskau Gebürtige am Montag mit einem Programm, das nach einer Huldigung an die romantische russische Klaviermusik schließlich bei Chopin einen bewegenden Abschluss fand.

Mit samtweichem Anschlag lockte sie das Publikum anfangs, sich den „Vergessenen Weisen“ von Nikolay Karlowitsch Medtner zu nähern. Dessen „Sonata-Reminiscenza“, in den 1920er-Jahren in Deutschland entstanden, war für die Zuhörer unbekanntes Terrain, doch willig folgte man der Tastenkünstlerin durch das dreisätzige Werk.

Gekonnt verwirklichte sie die sonatenhaften Steigerungen, ließ mit pianistischem Aufbäumen Leidenschaft aufblitzen und fesselte durch ein intensiv sprechendes Piano, das in eine atemlose Stille aufseiten des gebannten Publikums mündete. Der Beifall musste sich daraus lösen wie aus einer anderen Welt.


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