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Kultur

Vom Verbundensein mit der Natur

22.06.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Café denk.art ging es um den Zusammenhang von Ökologie und gutem Leben

NÜRTINGEN (pm). Wenn von Ökologie die Rede ist, sieht man auf der einen Seite schnell einen erhobenen Zeigefinger, auf der anderen empfindet man dies als eine lästige Spaßbremse. Am vergangenen Sonntag im Café denk.art in der Alten Seegrasspinnerei versuchte Thomas Oser zu zeigen, dass ökologisches Bewusstsein durchaus mit einem guten Leben Hand in Hand gehen kann.

Oser unterschied zunächst ein gutes von einem gelingenden Leben: Während letzteres vielfach in einschlägigen Glücksratgebern Thema sei, weil es meist nur individualistisch und nicht politisch betrachtet würde, beziehe die Rede vom guten Leben immer die Verantwortung gegenüber anderen Menschen und die Natur mit ein.

Dass nun aber diese Verantwortung – so Oser – nicht als erzwungen, sondern als frei erlebt wird, hänge vom jeweiligen Menschenbild ab: Sähe man nämlich den einzelnen Menschen nur als ein von allem abgetrenntes Individuum, dann würde die ökologische Verantwortung als zusätzliche Last erlebt, die einen in seinem Lebensglück beeinträchtigt. Die anderen Menschen erscheinen dann nur als Konkurrenten, die einem etwas wegnehmen wollen, und die Natur als Ressource, die es möglichst effektiv auszubeuten gelte.


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