Kultur

Virtuos musizierte Leidenschaft

10.08.2009, Von Heinz Böhler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Giampaolo Bandini und Cesare Chiacchiaretta zelebrierten in der Kreuzkirche den Tango

NÜRTINGEN. In den Wolken von Buenos Aires schwebten am Samstagabend die rund zweihundert Besucher der Nürtinger Kreuzkirche, als Giampaolo Bandini und Cesare Chiacchiaretta dem argentinischen Tango ein Hochamt zelebrierten. Vor ausverkauftem Haus gaben die beiden italienischen Musiker im Rahmen des Gitarren-Sommerkurses „Junge Talente“ unter teilweise frenetischem Beifall ein Konzert, das sich einen Platz unter den Highlights Nürtinger Gitarrenkultur verdient hat.

Zwar, das zeigte sich in der Zusammenstellung ihres Programms, setzen auch für den Gitarristen Giampaolo Bandini und Cesare Chiacchiaretta am Bandoneon, was den Tango Nuevo betrifft, nach wie vor die Kompositionen eines Astor Piazzolla das Maß aller Dinge, doch unter den „Nubes de Buenos Aires“ blühen sowohl neue Rosen als auch die Erinnerung an Gewesenes.

Glück und Unglück, Armut und Alkohol, der Duft rauchgeschwängerter Kneipen im Hafenviertel, verzweifelte und gescheiterte Existenzen im Flair von Kleinkriminalität und Drogenkonsum: Wie der griechische Rembetiko, so entstand auch der Tango in einem Gemisch verschiedener Kulturen und der Laszivität des Nichts-zu-verlieren-Habens.


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