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Seliger Fluss der Melodien

28.11.2012 00:00, Von Udo Klebes — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Nürtinger Kantorei begeisterte in der Stadtkirche mit einer gelungenen Aufführung von Mozarts „Davide penitente“

NÜRTINGEN. Viel Licht zum Totensonntag spendete das jüngste Konzert der Nürtinger Kantorei, dessen Programm sich diesmal zur Abwechslung auf klassisch-romantischen Pfaden bewegte. Das lag nicht nur an den ausgewählten Werken selbst, entscheidender noch an deren Umsetzung durch die beteiligten Künstler.

Felix Mendelssohn-Bartholdys 1841 nach einer langwierigen und abänderungsreichen Entstehungszeit im Leipziger Gewandhaus uraufgeführter Psalm 95, op. 46 „Kommt lasset uns anbeten“ gehört zu seinen fünf bedeutenden Kompositionen dieser Gattung. Dessen Besonderheit liegt im Kontrast seiner beiden Teile zwischen Gotteslob und drohendem Zorn bei Missachtung seiner Worte. Dieser Gegensatz spiegelt sich sowohl in wechselnden Dur- und Moll-Tonarten als auch in der großen Bandbreite an Ausdrucksmitteln hinsichtlich unterschiedlicher Soli- und Gruppenbesetzung und der Anwendung diverser Formen wider, wobei der Kanon ganz deutlich ein Zeichen seiner Liebe zu Bach setzt. In der romantisch angereicherten Instrumentierung durch Posaunen, Fagotte oder die Hervorhebung der Bratschen wie im letzten Satz erzielt der Komponist ungewohnt dunkle Stimmungen und warme Tönungen. Wie in einem Schoß ist der Chorpart darin eingebettet, die Soli schweben über den Orchesterlinien, wodurch der Text klar hervortritt.


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