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Schuberts "Zauberharfe"

26.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Am Samstag, 4. Oktober, 19 Uhr, bietet das für seine Raritäten bekannte Tübinger Ärzteorchester in der Rudolf-Steiner-Schule mit der „Zauberharfe“ ein Bühnenwerk von Franz Schubert dar, das seit der Uraufführung 1820 in der Versenkung verschwunden war, bis die in Tübingen ansässige Internationale Schubertgesellschaft es innerhalb der Gesamtausgabe 1975 neu herausgab. Die Tübinger Aufführung ist seitdem die zehnte weltweit. In der neuen Textfassung von Tania Schneider erklingt das Werk in einer konzertanten Form und verbindet gesprochenes Wort und Musik zu einem besonderen Gesamterlebnis aus Literatur und Musik.

Die Musik der „Zauberharfe“ bietet ein überraschend breites Spektrum der Schubert’schen Muse: Die Ouvertüre ist die beliebteste des Komponisten, lange Jahre fälschlich der Musik zu „Rosamunde“ zugeordnet. Es erklingen gemütvolle Männerchöre, wie nur Schubert sie schreiben konnte, der Liederkomponist gibt sich in der lyrischen Tenorpartie zu erkennen. Die ausgedehnten Melodramen von bemerkenswert sinfonischem Niveau, die ohne weiteres auf die „Unvollendete“ von 1822 vorausdeuten, offenbaren Schubert von einer unbekannt dramatischen Seite. Besondere Farbe erhält die Partitur durch zwei Harfen, die sonst in deutscher Musik jener Zeit nicht vertreten sind.


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