Kultur

Plädoyer für eine lebendige politische Kultur

12.05.2018 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Café denk.art ging es um ein zeitgemäßes Verständnis der Demokratie

NÜRTINGEN (pm). Dass eine Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist und es auch nicht damit getan ist, alle paar Jahre ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu machen – darum drehte sich das Café denk.art am vergangenen Sonntag in der Alten Seegrasspinnerei. Andreas Mayer-Brennenstuhl machte deutlich, dass eine Demokratie auch unabhängig von anstehenden Wahlen mit Leben gefüllt und ständig weiterentwickelt werden muss.

Zunächst unternahm der Referent eine philosophische Zeitreise. Dabei zeigte sich, dass die bedeutendsten Denker der Antike, Platon und Aristoteles, an einer demokratischen Verfassung nicht viel Gutes gesehen haben. Ihnen zufolge sollte nicht das Volk herrschen, sondern entweder ein einzelner Monarch oder eine Auswahl an vortrefflichen Bürgern. Dieser Befund hat manch einen überrascht, da doch das antike Athen als die Wiege der Demokratie gilt.

Die Denker der modernen Demokratie

Im 18. Jahrhundert habe dann Rousseau mit seinem Konzept des „volonté général“ (zu Deutsch: Gemeinwillen), den Boden für ein positives Verständnis der Demokratie geebnet, so Mayer-Brennenstuhl. Davon ausgehend habe Hannah Arendt schließlich im 20. Jahrhundert emphatisch eine Lanze für die Demokratie gebrochen.


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