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Packendes von Poe

03.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schauergeschichten und Musik im Nürtinger Schlosskeller

NÜRTINGEN (agr). Der Amerikaner Edgar Allan Poe gilt bis heute als eine der eigenartigsten Gestalten der Weltliteratur. Sein Werk ist einerseits Spiegel seines schillernden Lebens und gleichzeitig ein aufschlussreiches Abbild seiner Zeit: expressionistische Poesie, beklemmende Kurzgeschichten und Novellen weisen weit voraus auf Kafka, den französischen Existenzialismus und nicht zuletzt auf das Science-Fiction-Genre, während der Autor ein Kind der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist.

Die Werke, die die drei Künstler Birgit Schuster (Violine), Walter Schuster (Keyboard) und Markus Schneider (Rezitation) auf Einladung der Buchhandlung im Roten Haus kürzlich vortrugen, boten einen klug ausgewählten Querschnitt durch das Werk des Schriftstellers. In allen seinen Werken ist die autobiografische Komponente des vom Schicksal gebeutelten Poe erfahrbar: So sind irdische Vergänglichkeit und eine besonders schmerzhaft dargestellte Unerträglichkeit des menschlichen Daseins in fast leitmotivischer Weise allgegenwärtig.

Ohne Kompromisse ließen sich die Akteure auf die drückende Stimmung der Vorlagen ein. Die Atmosphäre im suggestiv ausgeleuchteten und mit 120 gebannten Zuschauern voll besetzen Schlosskeller vermittelte eine entsprechend wohlig-gruselnde Klaustrophobie.


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