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Nürtingen ließ sich gerne tartüffisieren

08.02.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schwäbische Theaterköstlichkeit im K3N: Das Theater Lindenhof widmet sich Molière-Klassiker

NÜRTINGEN. Die Heuchler sind unter uns. Als Molière mit seiner Komödie „Tartuffe“ eben jenes im Frankreich des 17. Jahrhunderts aussagte, wollte ihn so mancher gar auf den Scheiterhaufen schicken. Der König verbot das Stück. Der Bischof auch. Getroffene Hunde bellen. Weder Scheiterhaufen noch Verbot droht dem Melchinger Theater Lindenhof. Im Gegenteil. Mit dem „Schwäbischen Tartüff“, einer Bearbeitung der schwäbischen Version des Molière-Stücks von Johann Martin Enderle, knüpfen sie nahtlos an ihren „Entaklemmer“-Erfolg an. Auch in Nürtingen. Am Montag war die Stadthalle K3N im Rahmen des Hauptprogramms des städtischen Kulturamts proppenvoll. Das Publikum freute sich über komprimierte, temporeiche und vergnügliche eineinhalb Stunden.

So gut kann Volkstheater sein. Gut und einfach. Enderle hat dem französischen Klassiker das komplizierte Versmaß genommen. Keine gedrechselten Alexandriner. Der blanke Vers ist direkter, natürlicher. Das passt zum Schwäbischen. Und zur Komödie. Es kann sich reimen, muss nicht. So werden auch die Pointen besser gesetzt.


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