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Nibelungenlied - siebte Folge

29.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (z). Wenn am Mittwoch, 2. April, um 20 Uhr in der Buchhandlung Zimmermann das Nibelungenlied in der siebten Folge vorgetragen wird und unvermindert Zuhörer findet, so zeigt das die zeitlose Faszination, die von dieser großen Heldendichtung des deutschen Mittelalters ausgeht. Kriemhild hat ihre Brüder, hat mit ihnen als Vorwand vor allem aber Hagen an den Hof König Etzels eingeladen, um an ihm endlich Rache für Siegfrieds Ermordung zu üben. Ahnungslos nehmen die Könige die Einladung an, mit bösen Ahnungen rät Hagen von der Fahrt ab. Aber er kann das Schicksal nicht aufhalten. Dieses Vorspiel, das der eigentlichen Katastrophe vorweg geht und das die Spannung von Aventiure zu Aventiure steigert, wird von dem unbekannten Dichter mit äußerster Raffinesse gestaltet. Kriemhild rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Handlung, noch nicht handelnd, aber die Fäden ziehend und sie zu einem schicksalhaften Knoten verknüpfend: Aus dem zarten magedin wird ein teuflisches Weib. In der siebten Folge wird klar, dass keiner der Burgunden die Heimat wiedersieht.


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